Donnerstag, 25. Dezember 2008

1.FC Union Berlin vs. FC Bayern München II 0:0

Der Jahresabschluss mit dem Spiel gegen die Amateure des Rekordmeisters aus München ist gegessen und ein am Ende gerechtes Unentschieden dabei rumgekommen.
Nur 5.700 Zuschauer besuchten das letzte Pflichtspiel im Kalenderjahr 2008 und erlebten den 40. Saisonpunkt für Union, der die Jungs auf Rang zwei überwintern lässt. Ein Platz, der am Ende der Serie zum direkten Aufstieg in die zweite Liga berechtigen würde.
Für beide Mannschaften gab es innerhalb der 90 Minuten Torchancen, wobei ich es wie Uwe Neuhaus halten würde, und sagen würde, dass die besseren Möglichkeiten auf der Seite der Gastgeber waren. Alleine in der ersten Halbzeit wurden Union zwei Tore abgepfiffen – Grund war jeweils eine vermeintliche Abseitsstellung. Auch ein Elfmeter wurde wegen einer Schwalbe nicht gegeben, stattdessen kassierte Patschinski den gelben Karton.
Gefühlt wurden 90 % aller Angriffe des 1.FC Union wegen Abseits zurückgepfiffen. Und, tut mir leid, da waren einige Tatsachenentscheidungen dabei, die so gar nicht gehen. Das hat nichts mit dem Ergebnis zu tun, auch bei einem Sieg wäre meine Bilanz so ausgefallen. Mattuschka wurde in der 87. Minute zurückgepfiffen und stand nun wirklich Meter weit nicht im Abseits! Diese Szene stand exemplarisch für viele Aufreger.
Aber insgesamt hat die Mannschaft alles getan, um doch noch drei Punkte mitzunehmen. Gegen eine Truppe aus München, die sich wieselflink präsentierte und mit zwei, drei Pässen tolle Angriffe einleitete.
Nur selten funktionierten gestern die Doppelpassversuche von Gebhardt und Kohlmann. Oft blieb man an der Abwehrkette der Gäste hängen und musste schnell zurück eilen, da der Hebel sofort umgelegt wurde.
Gebhardt musste dann eine Viertelstunde vor Schluss für Dogan Platz machen.
Patschinski besaß neben dem (evtl.) Elfmeter noch zwei Möglichkeiten. Eine wurde vom Keeper zur Nicht gemacht und in der zweiten nach einer Ecke von einem Münchner auf der Linie geklärt.
Am Ende blieb es beim leistungsgerechten 0:0 und damit landet der 1.FC Union nach 20. Spieltagen bei 40 Punkten – also 2 Punkte pro Spiel.
Und so gehe ich ohne Umschweife in die Winterpause was die Spielberichte angeht…

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Und schöne Festtage….

EISERN UNION

Montag, 15. Dezember 2008

Das I-Tüpfelchen

Der 1.FC Union hat am Samstag mit dem Spiel gegen Kickers Emden die Hinrunde der ersten 3. Liga-Saison beendet, und zwar auf dem zweiten Platz – einem, der am 23. Mai 2009 zum Aufstieg berechtigen würde. In Zahlen drückt sich das wie folgt aus:

- 19 Meisterschaftsspiele insgesamt.
- Davon 11 Siege / 6 Unentschieden / 2 Niederlagen.
- Im Jahn-Sportpark ungeschlagen und gleichzeitig beste Heimmannschaft der Liga
- 33:15 Tore (Differenz + 18)
- Karim Benyamina bester Torschütze mit 10 Toren
- 2 Niederlagen weniger als Spitzenreiter Paderborn

Die Tabelle der 3. Liga 2008 / 2009 nach Abschluss der Hinrunde

Pl. / Verein / Spiele / Siege / Niederlagen / Unentschieden / Siege / Tore / Differenz / Punkte

1. (1.) SC Paderborn 07 19 13 2 4 38:21 +17 41
2. (2.) 1. FC Union Berlin 19 11 6 2 33:15 +18 39
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3. (3.) Kickers Emden 18 10 5 3 24:15 +9 35
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4. (4.) Fortuna Düsseldorf 19 10 3 6 28:16 +12 33
5. (5.) SpVgg Unterhaching 19 9 5 5 26:26 0 32
6. (6.) FC Rot-Weiß Erfurt 19 9 3 7 27:20 +7 30
7. (7.) Kickers Offenbach 19 7 8 4 25:18 +7 29
8. (8.) FC Bayern München II 18 5 11 2 22:20 +2 26
9. (9.) VfB Stuttgart II 18 6 6 6 32:24 +8 24
10. (10.) SV 1916 Sandhausen 19 6 6 7 29:28 +1 24
11. (14.) FC Carl Zeiss Jena 19 6 6 7 24:28 -4 24
12. (11.) Eintracht Braunschweig 19 6 5 8 23:23 0 23
13. (12.) FC Erzgebirge Aue 18 6 5 7 23:25 -2 23
14. (13.) VfR Aalen 19 4 10 5 17:24 -7 22
15. (15.) Wacker Burghausen 18 5 4 9 24:35 -11 19
16. (18.) Jahn Regensburg 19 4 7 8 19:30 -11 19
17. (16.) Wuppertaler SV Borussia 19 4 6 9 18:28 -10 18
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18. (17.) Dynamo Dresden 18 4 5 9 13:21 -8 17
19. (20.) SV Werder Bremen II 19 3 4 12 25:35 -10 13
20. (19.) Stuttgarter Kickers 19 2 7 10 24:42 -18 13

P.S.: Emden, Dresden, Aue, Wacker Burghausen müssen noch Nachholspiele absolvieren

Auffallend ist, dass die Mannschaft einen unglaublich reifen Eindruck macht.
Selbst schwere Ausfälle, wie den von Daniel Schulz konnte man kompensieren und trotzdem erfolgreich spielen. Hinzu kommt – ohne Frage – die Heimbilanz, die Union auf Platz 1 ausweist. 24 der 35 Punkte holte man vor eigenem Publikum und blieb damit mit Ausnahme der Saison 1995 / 1996 und 2005 / 2006 ohne Heimniederlage in der Hinrunde. Das dicke Plus sind die Standartsituationen, mit denen die Jungs operieren und permanent für Unruhe sorgen können. Das Spiel gegen Emden war hier ein Abziehbild der gesamten Hinrunde. So viel eine große Anzahl der Treffer nach ruhenden Bällen. Gerade das ist ein Verdienst, des Ältesten Mann im Aufgebot des 1.FC Union: Marco Gebhardt. Ideen und vor allem glänzend getretene Freistöße und Ecken kommen vom 36-Jährigen. Und wenn doch mal ein Gegenspieler die Abwehr durchbricht, dann steht zwischen den Pfosten ein 24-Jähriger Tausendsassa, der alles (fest) hält, was man so halten kann. Außerdem hat die Mannschaft die Gabe auch im entscheidenden Moment die Tore zu erzielen. Was viel relevanter ist: Sie haben nun endlich auch die Mittel dafür. Schlicht formuliert: Die Qualität ist vorhanden. Ein Karim Benyamina und vor allem Mattuschka stehen stellvertretend für diese Entwicklung. Beide wurden im Sommer 2005, nach dem Abstieg in die Oberliga, verpflichtet.
So viel in aller Kürze.

Am Samstag startet die Rückrunde mit dem Spiel gegen die Reserve des Rekordmeisters und dann geht’s in die Winterpause.

Sonntag, 14. Dezember 2008

1.FC Union Berlin vs. BSV Kickers Emden 2:0 (1:0)

Wieder mal begrüßte man zu einem tabellarisch gesehen Topspiel eine ebenfalls Top-Mannschaft, dieses Mal die Kickers aus dem hohen Norden aus Emden.
Die Mannschaft von Trainer Stefan Emmerling ist für ihre geballte Defensive bekannt und stellt darüber hinaus eine der stärksten Auswärtsbilanzen aller Teams in der 3. Liga. Nebenbei haben die Emdener neben ihrer bärenstarken Defensive auch eine weitere Stärke: 1:0-Siege. Genug Gründe also um auf der Hut vor den Gästen aus Ostfriesland zu sein.
Trainer Neuhaus stellte nicht großartig um, außer, dass Daniel Schulz in die Startelf rückte. Dogan musste wieder auf der Bank Platz nehmen, weil Mattuschka den Vorzug vom Trainer erhielt. Wenn man auf die Aufstellung blickte sah man im Übrigen die vertrauten Namen. Vorne mischten wieder Karim Benyamina und Nico Patschinski mit. Und als kleinen Leckerbissen gab’s den Kampf um den inoffiziellen Titel Herbstmeister mit dem SC Paderborn, der zur gleichen Zeit zu Hause die Stuttgarter Kickers empfing.

Aber springen wir ohne Umschweife in die erste Hälfte des vor 5.000 Zuschauern stattfindenden Spiels, welches vom RBB live übertragen wurde. Union begann vom Beginn weg konzentriert und zeigte ein ganz anderes Gesicht als das vor einer Woche in Erfurt. Mit jeder Faser des Körpers beim Spiel und natürlich wieder mit diversen tollen Standartsituationen gesegnet, die man sich aus der Überlegenheit heraus erarbeitete. Vor allem Mattuschka gefiel mir einmal mehr, wie er sich in diesen 45 Minuten präsentierte. Gewohnt robust und mit toller Übersicht. Auch die Zahl der Ecken für Union lag im überdurchschnittlich hohen Rahmen. Die Jungs spielten schnelle Passagen, die dazu führten, dass die Gäste sich nur mit dem notdürftigen Retten über die Torauslinie zu helfen wussten. Patschinski, Benyamina und wieder Patschinski besaßen beste Chancen, die locker hätten zur Führung führen können. So dauerte es eine halbe Stunde, bis Mattuschka (selbstverständlich nach einer Ecke) Benyamina zum 1:0 auflegen konnte. Hoch verdient diese Führung, die doch hätte höher ausfallen müssen. Aber ich will nicht klagen, denn die Jungs haben rein kämpferisch und spielerisch das Heft in der Hand gehabt und man fragte sich dann doch wo denn die Gäste sich befänden. Schöner Kopfball von Karim, toll getimter Eckeball, alles sauber, das 10. Saisontor für den Stürmer. Damit möchte ich es dann auch belassen. Eine bärenstarke, gute 1. Hälfte.

Die zweite Hälfte stellte sich dann erwartungsgemäß anders dar als die Erste.
Emden kam nun mit einer anderen Körpersprache auf den Platz und ich kann mir denken, dass Emmerling in der Kabine die richtigen Worte gefunden haben wird, denn rein äußerlich war ihm anzusehen, dass er so gar nicht zufrieden war mit dem misslungenen Auftritt seiner Mannschaft. Emden machte Anstalten und schoss auch ein Abseitstor, so gleich nach dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit. Union war mit Kontern gefährlich, diese schloss Karim Benyamina zwei Mal ab, einmal davon wirklich brandgefährlich. Gebhardt steckte den Ball zwischen zwei Abwehrspielern hindurch und Benyamina lief in die Rollbahn des Balls und brachte so guten Druck hinter das Leder. Knapp über die Latte setzte er das Rund. Das spielerische Übergewicht lag nun aber bei den Kickers, die sich bemühten den Ausgleich zu erzielen. Da gab es z. B. einen gefährlichen Freistoß, zentral, ca. 16 oder 17 Meter vorm Tor von Jan Glinker, an den ich mir erinnern kann. Aber die Spieler in Blau benötigten viel Zeit zur Ausführung und so warfen sich gleich drei, vier Unioner in die Schussbahn des Balls. Sowieso stimmte der Einsatz bei allen, selbst beim sonst als nicht sonderlich laufintensiv bekannten Patschinski, schien der Einsatzwille vorhanden. In der 79. Minute nahm Neuhaus Benyamina vom Feld und brachte für ihn Dogan. Dieser Mann war mitverantwortlich dafür, dass die Entscheidung fallen konnte. Denn mitten in die Angriffsbemühungen der Gäste hinein setzte Dogan toll nach, nahm seinem Gegenspieler den Ball ab und dann ging es ganz schnell. Sofort war der Ball bei Gebhardt und die anderen schwärmten aus. Gebhardt flankte den Ball noch mal auf die rechte Seite zu Dogan, der sofort auf den durchlaufenden Schulz weiterleitete und der umspielte Torwarte Masuch und ließ einen Abwehrmann ins Leere laufen, der noch stören wollte. Alles in allem ein Musterkonter, der endlich mal von Anfang bis Ende konsequent durchgezogen wurde und der zeigte, wieso Union als Tabellenzweiter mit 39 Punkten die Hinrunde abschließt.

Summa summarum eine absolut positive Hinrunde, eine der besten der letzten Jahre insgesamt, mal unabhängig von der Ligazugehörigkeit. Selbst vor einem Jahr stand man nicht besser da. Im Sommer wurde nur punktuell verstärkt, was ebenfalls jetzt seine Früchte trägt. Und die Mannschaft zeigt inzwischen mit allem Nachdruck, dass das ausgegebene Ziel „Aufstieg“ sie nicht lähmt, wie es nach dem Unterhachingspiel befürchtet wurde. Die Jungs haben den richtigen Weg bestritten und bringen vor allem auch das Rüstzeug mit, um im Frühling und Frühsommer dann in den Kampf um den Aufstieg eingreifen zu können. Eines der wichtigsten Werkzeuge wird dabei der Standart sein, welcher sich zur gefährlichsten Waffe der Unioner entpuppt hat.

Heute wurde publik, dass Marco Vorbeck zum Test bei Union vorspielen wird – kleiner Nachtrag also.

Mittwoch, 10. Dezember 2008

FC Rot Weiß Erfurt vs. 1.FC Union Berlin 1:1 (1:0)


Um 8 Uhr in der Früh setzte sich die kleine Reisegruppe in Bewegung.
Ab in den Passat und vorher noch die Kleinigkeiten mitgenommen, die man so benötigt bei so einem Auswärtsspiel. Es ging ab auf die A 9 Richtung München und wir kamen klasse durch. Kurz vor Leipzig (oder danach) hielten wir dann so um 10.30 Uhr einmal an und trafen auch die ersten Unioner an. Man stärkte sich bei Kaffee und Schnittchen, um alsbald den Rasthof wieder zu verlassen, um in der Landeshauptstadt Thüringens selbst ganz in Ruhe zum Stadion zu schlendern. Übrigens, toller Kaffee, leider kann ich mich an den Namen dieser Kette nicht mehr erinnern. Aber absolut angenehmes Ambiente. Kurz darauf mussten wir dann doch runter, weil es mal wieder eine – na, schon rausbekommen – Baustelle gab. Eine halbe Stunde stand man im Stau, bevor es dann wieder mit normaler Reisegeschwindigkeit weiter ging. Morgens noch hatte man die Hoffnung, dass es vielleicht sogar ein paar Sonnenstrahlen geben würde, in Erfurt angekommen konnte man froh sein, dass der Regen praktisch mit Ankunft am Stadion aussetzte. Klasse immer wieder Themen während solche Autofahrten…..immer wieder gerne mitgenommen J Es ging um dies und das…

Am Steigerwaldstadion angekommen ging es dann gleich mit Schals durch die Heimfans, die sich aber alle samt manierlich verhielten. Das Aufgebot an Grünen (oder Blauen) erschlug mich ein bisschen, da ich es aus dem September 2007 so nicht in Erinnerung hatte. Zäune waren aufgestellt und man musste erstmal nachfragen, aber das alles stellte keine große Schikane dar. Wie gesagt, das Stadion kannten wir bereits aus dem Vorjahr und so machte man sich auf den Weg zur Kasse, um 20 € für zwei Karten hinzulegen. Holla, aber denselben Preis zahlt man ja auch bei unserem 1.FC Union – van daher. Der Boden war leicht, wodurch einige, die sich mit bestem weißem Schuhwerk für diesen wunderbaren Dezembernachmittag ausgestattet hatten, Trauer trugen. Denn abseits des Asphaltweges empfing einen der Schlamm. Wir waren als 2 Stunden vor Anpfiff da. Verdammt gutes Timing. Und Zeit genug, um festzustellen, dass es wieder dieses schreckliche Warsteiner alkoholfrei im Angebot gab, sowie Glühwein ohne Wein. Das sorgte dann doch für den einen oder anderen Lacher. Winne checkte sein HTC noch mal und man hielt ein wenig Smalltalk. Da wusste noch niemand, was uns erwartete in der ersten Halbzeit.

Kaum waren beide Gästeblocke gefüllt und hatte Dr. Helmut Fleischer das Spiel eröffnet hatte Erfurt so was von Dampf auf dem Kessel, dass sie sich sofort beste Chancen rausspielten. Nicht mal rausarbeiteten, nee klasse rausgespielt. In der 12. Minute dann folgerichtig die Führung. Toller Kopfball, tolle Flanke, aber warum soooooo frei im 16ner? Naja, wie auch immer. Die Abwehr war nicht im Bilde und ein weltklasse Jan Glinker, sowie das Aluminium und viel Glück verhinderten mehr Thüringer Tore. Junge, junge, hatten die Gastgeber einen Lauf. Jedenfalls schwächten sie sich vor der Pause selbst: Peßolat, der schon wegen Meckerns die Gelbe gesehen hatte, beschwerte sich in Minute 42 bei Herrn Fleisch noch mal lauthals und sah die Ampelkarte. Erstmal hieß es dann Durchschnaufen.
Das Wichtigste war, dass der Rücksand erträglich war und die Hinausstellung sicherlich hilfreich sein würde. Das Erfurter Publikum hatte es dann zur Pause auch auf den Referee abgesehen. Dass sie nicht Applaus spenden würden war ja so oder so klar.

Ums vorweg zu nehmen: Union nutzte die Überzahl in der zweiten Hälfte und machte Dampf. Mit Ausnahme von kleinen Störfeuern der Erfurter spielte nur noch Union und bis zum Strafraum sah das auch alles ganz gut aus, aber die Gastgeber waren schrecklich gut organisiert, so dass ein Durchkommen nur schwer möglich war. Oft rannte man sich fest und musste einen neuen Anlauf nehmen. Bemben wurde auch als bald ausgewechselt, vermutlich wegen seinen Alleingängen, die selten von Erfolg gekrönt waren. Für ihn kam Menz, der ja in den Oktober und Novemberwochen für Aufstehen sorgte, da er seine Aufgabe doch ganz ordentlich erfüllte. Auch Schulz musste alsbald Platz machen, sowie Karim, der irgendwie nicht zum Zuge kam an diesem Tag. Union rannte weiter an und versuchte alles den Riegel zu knacken, den die Erfurter aufgebaut hatten. Es zeichnete sich ab, dass da noch ein Tor fallen würde. Und in der 72. Minute schafften die Jungs endlich den Ausgleich und das Ganze nach einer leckeren Kombination. Patschinski schirmt den Ball klasse ab, um ihn auf den durchstartenden Gebhardt zu passen, dieser bedient den im 5 Meterraum bereitstehenden (und eine Minute zuvor eingewechselten) Dogan, der den Ball nur noch über die Linie drückte. Jetzt bäumte sich der Gastgeber noch ein wenig auf, man merkte allerdings dass sich das Grundkonzept der Thüringer jetzt deutlich auf ihre Angriffe auswirkte. Union hatte durch Stuff und Dogan sogar noch die Chance auf den Sieg. Auf Grund der gegensätzlichen Halbzeiten wäre ein Sieg allerdings für jede der beiden Mannschaften schmeichelhaft gewesen. In Hälfte eins spielte nur Erfurt und in der zweiten Hälfte versuchten sich die Berliner ausschließlich am knacken des Bollwerks. Sicher, man merkte den Erfurtern die Enttäuschung nach dem Schlusspfiff an.

Das Ziel den Abstand nach oben zu verkürzen scheiterte, weil Union aus der Überzahl sofort Kapital schlug. 9.300 Zuschauer sahen den „Ost-Knaller“ im Steigerwaldstadion zu Erfurt. Ein merkwürdig unspektakuläres Spiel, welches aber wenigstens ohne Niederlage beendet wurde. Im Jahr 2007 endete es ja mit einem klaren Sieg für die Gastgeber, was diesmal Gott sei Dank vermieden wurde. Man machte sich nach Spielende auf nach Wernigerode, um im Hotel pünktlich anzukommen und dann noch zu speisen.

Die Fahrt führte durch vermutlich malerische Winterlandschaften, denn im Harz fiel ordentlich Neuschnee, schade nur, dass es um 17 Uhr schon so dunkel war, dass nichts mehr von der Pracht zu sehen war. Um 18 Uhr oder so kamen wir dann an, um uns nach dem wir die Sachen aufs Zimmer gebracht hatten, zu stärken. War bitter nötig, jedoch waren wir so platt, dass wir noch ein bisschen „Genial daneben“ schauten und uns beim Gespräch über den Tag ins Reich der Träume verabschiedeten.

Am nächsten Tag nutzten wir die Frühstücksgelegenheit so gegen 9.30 Uhr, um eine Stunde später das Zimmer zu räumen und auszuchecken und uns auf den Weg in die Altstadt und auf das schöne Schloss zu machen. Wie immer eine Augenweide und wir konnten auf dem Weihnachtsmarkt sogar noch ein bisschen was für die Familie zu Hause abstauben.
Diesmal war auch der Blick vom Schloss einfach atemberaubend, weil man nun auch die Bergkuppen sehen konnte. Beim letzten Besuch war es ja leider schon stockduster.

Auf dem Weg Richtung Berlin haben wir noch einen kleinen Schlenker über Halberstadt nach Magdeburg gemacht und uns kurz dieses Wasserkreuz angeschaut. Das liegt ca. 10 Kilometer außerhalb Magdeburgs – schätze ich jetzt mal so. Beeindruckendes Bauwerk, immer wieder muss ich dies feststellen. Nach dem wir dann das Werk noch mal abgelaufen waren schmissen wir uns ins Auto und düsten nach Berlin zurück, wo wir sagenhaft pünktlich um 17 Uhr eintrafen. Perfekte Zeitrechnung unsererseits. Gerne immer so!

Die letzte Auswärtsfahrt mit dem alten Passat im Übrigen. Danke, alter Junge! Man, wo wir mit ihm schon hin sind….und nicht nur zu Union. Dänemark, Falkensee, Fehmarn, Rügen….

So, auf das neue Jahr, in dem ich mir natürlich auch wieder eine Away-Fahrt mit Winne rauspicken werde….