Es war grau, es war sau ungemütlich und das hinterließ auch auf den Rängen Lücken.
Nur 7.000 Zuschauer taten sich das „Ost-Duell“ zwischen Union und Aue an. Gehofft hatte man vereinsintern ja mit 10.000 Zuschauern, aber das war auf Grund des Wetterbedingungen wohl schon nicht mehr zu erreichen. Nach dem der SC Paderborn am Freitagabend mal wieder gewonnen hat und damit (wenn ich richtig liege) den fünften Sieg in Folge eingefahren hat. 6 Punkte Vorsprung hatten die Dotchev-Mannen also auf Union und Düsseldorf, die das Verfolgerpärchen stellen.
Union hatte keine Veränderungen im Vergleich zum Spiel gegen Regensburg vorgenommen und sah sich von Anfang an furchtbar kompakten Gästen aus dem Erzgebirge gegenüber. Und es besserte sich auch nicht wirklich viel im Laufe der ersten 30 Minuten. Aue spielte und Union konnte oft nur reagieren. Vor allem dieser Spieler mit der Nummer 11 bei den Gästen – zweikampfstark und wusste seinen robusten Körper gut einzusetzen. Ich kürze es ab, um es erträglicher zu machen: Jegliche Versuche dem Auer Tor gefährlich zu werden scheiterten bis zur 33. Minute. Wieder mal war ging ein Standart einem Union Tor voraus. Der Ball, von Gebhardt getreten, landete auf einem Kopf eines Abwehrspielers, aber wurde nur an die Strafraumgrenze abgewehrt. Dort stand Younga Mouhani, der direkt abzog. Schöner Treffer im die lange Ecke und eben direkt genommen. Es hatte sich nicht unbedingt angedeutet, da Aue doch sehr diszipliniert agierte. Doch das Tor gab Union keine Sicherheit, sondern Aue noch mehr Lust auf Tore. Glinker musste sein Können aufbieten, aber bei der verkappten Direktabnahme von Agyemang hätte Jan keine Chance gehabt. Man, es war also mal wieder zum Haare raufen und als schon die Nachspielzeit der ersten Hälfte anbrach war am so halb auf dem Weg in die Pause, als Benyamina 30 Meter vor dem Tor hässlich niedergestreckt wird. Ich weiß nicht wer das war, aber was die Fairness anging nahmen es ein paar Kicker der Gäste sowieso nicht so genau. In der 28. Minute lag Younga offensichtlich verletzt am Boden und die Auer in Persona von Lukunku (#11), spielten den Ball nicht ins Aus. Nun waren den Gemüter leicht erhitzt und Ruprecht geigte dem Angreifer seine Meinung zu diesem gewöhnungsbedürftigen Verhalten. Und dann gab’s gelb für Ruprecht und für irgendeinen in lila gekleideten Spieler. Wie auch immer, also der Freistoß, ca. 30 Meter und Gebhardt war natürlich wieder mit dabei. Für mich war es spiel entscheidend, dass dieser Freistoß zum Tor führte. Mit der letzten Aktion des Spiels erzielte Union das Vorentscheidende 2:0. Der Ball sprang nach der Hereingabe durch Gebhardt im 16er hin und her, aber Stuff schaltete am schnellsten und zimmerte den Ball in die linke Ecke – Flachschuss. So halb im Fallen, wie auch schon gegen Sandhausen vor 2 Wochen. Viel hatte Aue investiert, aber nichts Zählbares dabei produziert.
Aus der Kabine kam Union wie die Feuerwehr. Meine Güte, Druck, Laufbereitschaft und Wille. Da hätte auch gut und gerne, wie auch schon Neuhaus in der PK zu Protokoll gab, das dritte Tor fallen können. Bis zur 55. Minute spielte Union mit Aue. Aber auch hier stellte sich bald wieder ein anderes Bild ein. Wobei man jetzt sagen muss, dass Union das cool runterspielte. Und wenn Patschinski wenigstens ein Anspiel auf Benyamina gescheit gespielt hätte…Mensch. Denn Konterchancen waren da, ohne Frage. Aue versuchte noch mal alles. Was auch nicht anders zu erwarten war, aber sehr viel kam dabei nicht herum.
Chancen gab es für Aue, aber auch die nicht Hülle und Fülle. Nur optisch hatte man den Eindruck, dass die Gäste den Tick aktiver waren. Unser Keeper wie immer in gewohnt sicherer Manier. Auch kurz vor Schluss, als er den Anschlusstreffer verhinderte. Ein Kopfball wurde noch über die Latte gelenkt – herrliche Aktion! Ansonsten kann man sich fast allen Gazetten anschließen und den Begriff „Arbeitssieg“ bemühen. Am Ende dann ein Sieg, wie ihn eben Spitzenteams einfahren. Zumindest mit den typischen Merkmalen.
Wie wichtig dieser Sieg für die Tabelle war sah man an den Ergebnissen aus Jena, wo Düsseldorf mit 0:1 unterlag, und Offenbach, dort gab es ein 0:0 zwischen dem Zweitligaabsteiger und dem Aufstiegsaspirant aus Thüringen. Union rückte durch den Erfolg auf den zweiten Rang vor und Kinder, ich habe für das Auswärtsspiel, welchem ich selbst beiwohnen werde, ein verdammt geiles bzw. gutes Gefühl. Die Mannschaft ist abgezockt und schießt in den optimalen Momenten die Tore. Und im Kasten steht ein Torhüter, der sein Handwerk perfekt beherrscht. Unglaublich wie sich Glinker seit seinem ersten Einsatz und dem Abstieg in der OL entwickelt hat. Seit Sommer 2005 ist er ja unumstrittener Stammkeeper im Tor.
So denn, drei Spiele sind noch zu gehen, also Punktspiele.
Erfurt, Emden und die Reserve der Bayern warten noch dieses Jahr – ein hartes Programm.
Auf in den Endspurt….
Sonntag, 30. November 2008
Sonntag, 23. November 2008
Bayern-Komplex / -Fluch / -Serie gerissen. Jahn Regensburg gutes Pflaster
SSV Jahn Regensburg vs. 1.FC Union Berlin 0:2 (0:1)
Ich mache es am heutigen Sonntagabend mal ganz kurz.
Ich kenne die Bilder so oder so nur aus dem BR und anhand dessen versuchte ich mir ein Bild des Spiels zu machen. Auch wenn ich am Freitag den Ticker zur Hand hatte. Union ließ zu nächst keinen Zweifel daran aufkommen, dass man nach den Niederlagen gegen Bayern II und Unterhaching endlich auf bayrischen Boden punkten wollte. In der 10. Minute erst konnten die Gastgeber einen Akzent setzten. Die Kuriosität dieser Partie: 3 Elfmeter in der ersten Halbzeit. In der 16. Minute gab es den ersten für Regensburg, wegen Foulspiel im Strafraum von Göhlert (?). Blessin zimmerte den Ball 1 bis 2 Meter über das Tor. Der zweite Elfmeter wurde nach angeblichen Handspiel von Younga Mouhani ausgesprochen. Das war in der 36. Minute. Dazwischen lag der Treffer von Karim Benyamina aus der 28. Minute, der eine Flanke von Bemben direkt abnahm und mit Karacho den Ball im kurzen Eck versenkte. Auch der zweite Elfmeter wurde allerdings vergeben. Diesmal hielt Glinker den von Stoilov getretenen Strafstoß. Doch wer dachte, dass es sich damit hatte, der irrte. Denn in der 41. Minute ertönte wieder der Elfmeterpfiff. Diesmal handelte es sich wohl um ein Handspiel im Jahn-Strafraum. Der sonst super sichere Marco Gebhardt schnappte sich das Leder, doch auch er vermochte nicht zu treffen. So blieb es zur Pause beim 1:0 – knapp und ein wenig glücklich. In der zweiten Hälfte präsentierte sich Union etwas reifer und ließ vor allem keinen Elfmeter mehr zu. Die Chancen wechselten sich zwar ab, aber die gefährlichste hatte vielleicht sogar Union, nach herrlich flüssigem Kurzpassspiel. In der 87. Minute machte Union dann den Sack endgültig zu und tütete durch das 2:0 (wieder rum Karim) die drei Punkte endgültig ein. Nach dem aus den letzten vier Spielen nur ein Sieg heraussprang sicherlich eine psychische Genugtuung endlich auch in Bayern mal gepunktet zu haben und dann auch noch dreifach. Für Karim waren es die Saisontreffer 8 und 9, durch die er nun zusammen mit Frank Lönig (SC Paderborn) die Torjägerliste anführt.
So, und auch ein Spiel, in dem in 41 Minuten drei Elfmeter gepfiffen wird gab es wohl schon mal. Dass allerdings alle drei vergeben wurden – das ist eine Premiere, wenn ich historisch korrekt informiert bin. Der BR baute in seinen Bericht übrigens noch die Zahl von 78 % ein. Denn genau 78 % aller Elfmeter wurden lt. Dem Beitrag verwandelt. Auf welche Spielklassen sich das stützt wurde nicht erwähnt. Wie auch immer, Union erholt sich ein wenig und blickt nun auf den 29. November. Auf das Duell mit Erzgebirge Aue im Jahn-Sportpark. Drei Mal muss der 1.FC Union in diesem Stadion seine Heimspiele noch austragen (gegen Aue, Kickers Emden und FC Bayern II). Noch eine kleine Anekdote am Rande: Wenn Karim in dieser Saison getroffen hat, dann meistens doppelt. Vier Doppelpacks gab’s bis jetzt in dieser Saison, nur in Bremen traf er mit einem Tor.
Uwe Neuhaus stand nach dem Spiel auf der offiziellen PK noch unter dem Einfluss der drei gegebenen Elfmeter und dem Zustand des Geläufs, welcher nicht optimal war. „In den ersten Minuten haben wir drei 100 prozentige Tormöglichkeiten. (…) Wir haben nicht so viele Torchancen zugelassen, aber müssen auch sagen, dass wir in ein paar Situationen ein wenig Glück hatten. (…) Der Sieg geht soweit in Ordnung, da war doch die ein oder andere Chance mehr hatten als Jahn Regensburg.“
So viel dazu….nun die Vorfreude auf Aue. Die Mannschaft liegt gut im Rennen. Jetzt sind es 32 Punkte auf der Habenseite. Drei Spiele bleiben noch in der Hinrunde plus den Rückrundenstart am 20. Dezember gegen die zweite Mannschaft der Bayern im Prenzlauerberg – das dann letzte Heimspiel im Jahn-Sportpark.
Ich mache es am heutigen Sonntagabend mal ganz kurz.
Ich kenne die Bilder so oder so nur aus dem BR und anhand dessen versuchte ich mir ein Bild des Spiels zu machen. Auch wenn ich am Freitag den Ticker zur Hand hatte. Union ließ zu nächst keinen Zweifel daran aufkommen, dass man nach den Niederlagen gegen Bayern II und Unterhaching endlich auf bayrischen Boden punkten wollte. In der 10. Minute erst konnten die Gastgeber einen Akzent setzten. Die Kuriosität dieser Partie: 3 Elfmeter in der ersten Halbzeit. In der 16. Minute gab es den ersten für Regensburg, wegen Foulspiel im Strafraum von Göhlert (?). Blessin zimmerte den Ball 1 bis 2 Meter über das Tor. Der zweite Elfmeter wurde nach angeblichen Handspiel von Younga Mouhani ausgesprochen. Das war in der 36. Minute. Dazwischen lag der Treffer von Karim Benyamina aus der 28. Minute, der eine Flanke von Bemben direkt abnahm und mit Karacho den Ball im kurzen Eck versenkte. Auch der zweite Elfmeter wurde allerdings vergeben. Diesmal hielt Glinker den von Stoilov getretenen Strafstoß. Doch wer dachte, dass es sich damit hatte, der irrte. Denn in der 41. Minute ertönte wieder der Elfmeterpfiff. Diesmal handelte es sich wohl um ein Handspiel im Jahn-Strafraum. Der sonst super sichere Marco Gebhardt schnappte sich das Leder, doch auch er vermochte nicht zu treffen. So blieb es zur Pause beim 1:0 – knapp und ein wenig glücklich. In der zweiten Hälfte präsentierte sich Union etwas reifer und ließ vor allem keinen Elfmeter mehr zu. Die Chancen wechselten sich zwar ab, aber die gefährlichste hatte vielleicht sogar Union, nach herrlich flüssigem Kurzpassspiel. In der 87. Minute machte Union dann den Sack endgültig zu und tütete durch das 2:0 (wieder rum Karim) die drei Punkte endgültig ein. Nach dem aus den letzten vier Spielen nur ein Sieg heraussprang sicherlich eine psychische Genugtuung endlich auch in Bayern mal gepunktet zu haben und dann auch noch dreifach. Für Karim waren es die Saisontreffer 8 und 9, durch die er nun zusammen mit Frank Lönig (SC Paderborn) die Torjägerliste anführt.
So, und auch ein Spiel, in dem in 41 Minuten drei Elfmeter gepfiffen wird gab es wohl schon mal. Dass allerdings alle drei vergeben wurden – das ist eine Premiere, wenn ich historisch korrekt informiert bin. Der BR baute in seinen Bericht übrigens noch die Zahl von 78 % ein. Denn genau 78 % aller Elfmeter wurden lt. Dem Beitrag verwandelt. Auf welche Spielklassen sich das stützt wurde nicht erwähnt. Wie auch immer, Union erholt sich ein wenig und blickt nun auf den 29. November. Auf das Duell mit Erzgebirge Aue im Jahn-Sportpark. Drei Mal muss der 1.FC Union in diesem Stadion seine Heimspiele noch austragen (gegen Aue, Kickers Emden und FC Bayern II). Noch eine kleine Anekdote am Rande: Wenn Karim in dieser Saison getroffen hat, dann meistens doppelt. Vier Doppelpacks gab’s bis jetzt in dieser Saison, nur in Bremen traf er mit einem Tor.
Uwe Neuhaus stand nach dem Spiel auf der offiziellen PK noch unter dem Einfluss der drei gegebenen Elfmeter und dem Zustand des Geläufs, welcher nicht optimal war. „In den ersten Minuten haben wir drei 100 prozentige Tormöglichkeiten. (…) Wir haben nicht so viele Torchancen zugelassen, aber müssen auch sagen, dass wir in ein paar Situationen ein wenig Glück hatten. (…) Der Sieg geht soweit in Ordnung, da war doch die ein oder andere Chance mehr hatten als Jahn Regensburg.“
So viel dazu….nun die Vorfreude auf Aue. Die Mannschaft liegt gut im Rennen. Jetzt sind es 32 Punkte auf der Habenseite. Drei Spiele bleiben noch in der Hinrunde plus den Rückrundenstart am 20. Dezember gegen die zweite Mannschaft der Bayern im Prenzlauerberg – das dann letzte Heimspiel im Jahn-Sportpark.
Donnerstag, 20. November 2008
Auswärts-Vorbericht.
Erfurt, Erfurt…jaaaaa, also rein sportlich erstmal kein gutes Pflaster.
Auch bei meiner letzten Fahrt nach Thüringen sah das nicht großartig anders aus. Im September 2007 unterlag Union im Spiel im Steigerwaldstadion zu Erfurt verdient mit 0:2 vor über 10.000 Zuschauern. Eines aber kann man über Erfurt nicht sagen: Dass die Einwohner nicht etwas nett oder gar zuvorkommend wären. Man, war ich überrascht. An diesem Sonntag sind wir mit dem Auto angekommen, pünktlich, nach
dem wir zuvor unser kulturelles Programm in Wernigerode abgespult haben. Und da wir vorher mit Nichten je ein Spiel gegen Erfurt besucht hatten mussten wir im Union-Dress bei Einwohnern nach dem Weg zum Stadion fragen und haben durchweg positives Feedback bekommen und natürlich die Wegbeschreibung zur Spielstätte. Auch bei der Abfahrt sah man sich zwar entsprechenden Blicken ausgesetzt, aber man ist ja nicht so dünnhäutig, denn andersrum ist es ja auch so, dass man sich die Fans des Gegners mal genauer anschaut. Der Standpunkt bestimmt eben immer die Perspektive, wie man so schön sagt. Es war September und es war warm. Aus diesem Grunde war der Aufenthalt in Erfurt selbst sehr
angenehm, denn die Gegend macht schon was her. Nicht die Stadt selbst, aber das Umland, und auch das etwas weiter entfernte Wernigerode, zu dem ich noch ein paar Worte verlieren möchte. Die Stadt, die idyllisch zwischen den Hügeln des Harzes liegt ist auch architektonisch ein kleines Highlight. 33.700 Einwohner bevölkern die Gassen, dazu kommen allerdings noch mal die Touristen, die sich in der Stadt tummeln. Einen guten Griechen kann ich empfehlen, genauso wie einen kleinen Aufstieg zum Schloss Wernigerode, welches ein bisschen abseits des Zentrums auf einer Anhöhe thront. Von oben hat man einen herrlichen Blick auf das Städtchen, das in drei Ortsteile u
nterteilt ist. Kulinarisch war also – wie aus dem Tipp mit dem Griechen zu hören ist – bestens für uns gesorgt. Die Fassaden der Häuser waren der optische Hingucker. Drei Bibliotheken, Archive und Galerien hat man zu bieten. Auch Museen, wie das Harz – oder das Feuerwehrmuseum sind zu besichtigen, um einen kleinen Auszug zu gewähren. Leider war uns ein Besuch in diesen Einrichtungen nicht möglich, da war genug damit zu tun hatten ein bisschen auf Erkundungstour zu gehen. Der Hauptplatz samt Rathaus sticht einem sofort ins Auge. Das Rathaus wurde lt. Wikipedia bereits 1277 fertig gestellt bzw. eröffnet. Auch am kleinsten Haus, welches Wernigerode zu bieten hat, hatte ich meinen Spaß. Auch das ganze wurde natürlich auf Bild festgehalten. Die Stadtmauern besuchten wir ebenfalls, denn auch hier sind Teile aus dem Mittelalter noch erhalten geblieben. Es war also – um es ein wenig abzukürzen – ein rund um gelungener Abstecher in die kleine Stadt im Harz. Bedauerlicher Weise hatten wir ein äußerst begrenztes Zeitfenster, welches uns nicht erlaubte am Samstag, also einen Tag vor dem Punktspiel in Erfurt, intensiver diese Stadt kennen zu lernen.
Zuvor waren wir noch schnell in Magdeburg, wo wir uns das Stadion der „Bördeferkel“ zu Gemüte führten, welches von außen aber einen verdammt traurigen Eindruck hinterließ. Aber schon knapp anderthalb Monate später durfte ich das Bauwerk von innen in Augenschein nehmen (1.FC Magdeburg vs. 1.FC Union Berlin 1:1).
Okay, Erfurt! Der Zugang zum Gästeblock des Stadions ist mehr als großzügig. Man hat den Eindruck, dass man schnurstracks in einen riesigen Garten einkehrt. Dann geht es rechts eine
Anhöhe nach oben und wenn man durchs Tor durch ist hat man den perfekten Blick aufs Spielfeld. Direkt über einem in locker 18 Metern Höhe die Flutlichtmasten. Knappe 2.000 waren damals am Start, was doch ganz ordentlich war und die Kapazität dieses Blocks deutlich macht. Erst ja durch einen Zaun in zwei Sektoren unterteilt. Festestufen, nicht so wie in Neuruppin, wo man um seine Gelenke bangen musste. Light Bier von Warsteiner, dafür gab’s verständlicher Weise empfindliche Abzüge. Was die übrigen Faktoren angeht aber alles im grünen Bereich. Auch für die Polizei war der Tag ziemlich ruhig und so zog die Karawane nach dem 0:2 ganz still und leise ab. Direkt neben dem Stadion steht eine Eishalle mit angeschlossenem Parkhaus, an dessen Fassade die Stadt wie verrückt mit ihren Stars im Bahnradsprint wirbt. Was für eine idyllische Auswärtspartie, die trotz der Niederlage komplett locker über die Bühne gebracht
wurde und auch den Schlussakt perfekt meisterte. Nur was die kulinarische Versorgung in Erfurt selbst angeht bin ich nicht wirklich schlau geworden. Parksituation für Pkw – in Ordnung. Rund ums Stadion konnte man seine Schüssel in Ruhe abstellen und sich dann mit Hilfe einiger Ortskundiger zum Stadion durchschlagen.
Ich jedenfalls freue mich auf ein weiteres Mal Erfurt mit Union. Nur sollte der sportliche Ertrag diesmal stimmen. Zum Spiel von vor einem Jahr und zwei Monaten hülle ich den Mantel des Schweigens….jedes Wort wäre eines zu viel.
In diesem Sinne: Erfurt, wir kommen!
Informationen zum Steigerwaldstadion:
- Eröffnung am 17 Mai 1931 (unter dem Namen "Daberstädter Schanze")
-Kapazität 19.439 Zuschauer (6.000 Sitzplätze)
-Spieloberflächte Naturrasen umgeben von einer Tatranbahn
-Flutlicht: Ja
- Wurde für Rockkonzerte genutzt, z. B. trat Bon Jovi 1996 im Stadion auf
- Die Frauenfußball Eruopameisterschaft im Jahr 2001 wurde zum Teil in diesem Stadion ausgetragen (3 Spiele)
- Durch die Tatranbahn und den dazu noch extra verlegten Rasen vor den Blöcken ist man in den Kuven hinter den Toren weit vom Spielfeld entfernt.
Auch bei meiner letzten Fahrt nach Thüringen sah das nicht großartig anders aus. Im September 2007 unterlag Union im Spiel im Steigerwaldstadion zu Erfurt verdient mit 0:2 vor über 10.000 Zuschauern. Eines aber kann man über Erfurt nicht sagen: Dass die Einwohner nicht etwas nett oder gar zuvorkommend wären. Man, war ich überrascht. An diesem Sonntag sind wir mit dem Auto angekommen, pünktlich, nach
dem wir zuvor unser kulturelles Programm in Wernigerode abgespult haben. Und da wir vorher mit Nichten je ein Spiel gegen Erfurt besucht hatten mussten wir im Union-Dress bei Einwohnern nach dem Weg zum Stadion fragen und haben durchweg positives Feedback bekommen und natürlich die Wegbeschreibung zur Spielstätte. Auch bei der Abfahrt sah man sich zwar entsprechenden Blicken ausgesetzt, aber man ist ja nicht so dünnhäutig, denn andersrum ist es ja auch so, dass man sich die Fans des Gegners mal genauer anschaut. Der Standpunkt bestimmt eben immer die Perspektive, wie man so schön sagt. Es war September und es war warm. Aus diesem Grunde war der Aufenthalt in Erfurt selbst sehr
angenehm, denn die Gegend macht schon was her. Nicht die Stadt selbst, aber das Umland, und auch das etwas weiter entfernte Wernigerode, zu dem ich noch ein paar Worte verlieren möchte. Die Stadt, die idyllisch zwischen den Hügeln des Harzes liegt ist auch architektonisch ein kleines Highlight. 33.700 Einwohner bevölkern die Gassen, dazu kommen allerdings noch mal die Touristen, die sich in der Stadt tummeln. Einen guten Griechen kann ich empfehlen, genauso wie einen kleinen Aufstieg zum Schloss Wernigerode, welches ein bisschen abseits des Zentrums auf einer Anhöhe thront. Von oben hat man einen herrlichen Blick auf das Städtchen, das in drei Ortsteile u
nterteilt ist. Kulinarisch war also – wie aus dem Tipp mit dem Griechen zu hören ist – bestens für uns gesorgt. Die Fassaden der Häuser waren der optische Hingucker. Drei Bibliotheken, Archive und Galerien hat man zu bieten. Auch Museen, wie das Harz – oder das Feuerwehrmuseum sind zu besichtigen, um einen kleinen Auszug zu gewähren. Leider war uns ein Besuch in diesen Einrichtungen nicht möglich, da war genug damit zu tun hatten ein bisschen auf Erkundungstour zu gehen. Der Hauptplatz samt Rathaus sticht einem sofort ins Auge. Das Rathaus wurde lt. Wikipedia bereits 1277 fertig gestellt bzw. eröffnet. Auch am kleinsten Haus, welches Wernigerode zu bieten hat, hatte ich meinen Spaß. Auch das ganze wurde natürlich auf Bild festgehalten. Die Stadtmauern besuchten wir ebenfalls, denn auch hier sind Teile aus dem Mittelalter noch erhalten geblieben. Es war also – um es ein wenig abzukürzen – ein rund um gelungener Abstecher in die kleine Stadt im Harz. Bedauerlicher Weise hatten wir ein äußerst begrenztes Zeitfenster, welches uns nicht erlaubte am Samstag, also einen Tag vor dem Punktspiel in Erfurt, intensiver diese Stadt kennen zu lernen.Zuvor waren wir noch schnell in Magdeburg, wo wir uns das Stadion der „Bördeferkel“ zu Gemüte führten, welches von außen aber einen verdammt traurigen Eindruck hinterließ. Aber schon knapp anderthalb Monate später durfte ich das Bauwerk von innen in Augenschein nehmen (1.FC Magdeburg vs. 1.FC Union Berlin 1:1).
Okay, Erfurt! Der Zugang zum Gästeblock des Stadions ist mehr als großzügig. Man hat den Eindruck, dass man schnurstracks in einen riesigen Garten einkehrt. Dann geht es rechts eine
Anhöhe nach oben und wenn man durchs Tor durch ist hat man den perfekten Blick aufs Spielfeld. Direkt über einem in locker 18 Metern Höhe die Flutlichtmasten. Knappe 2.000 waren damals am Start, was doch ganz ordentlich war und die Kapazität dieses Blocks deutlich macht. Erst ja durch einen Zaun in zwei Sektoren unterteilt. Festestufen, nicht so wie in Neuruppin, wo man um seine Gelenke bangen musste. Light Bier von Warsteiner, dafür gab’s verständlicher Weise empfindliche Abzüge. Was die übrigen Faktoren angeht aber alles im grünen Bereich. Auch für die Polizei war der Tag ziemlich ruhig und so zog die Karawane nach dem 0:2 ganz still und leise ab. Direkt neben dem Stadion steht eine Eishalle mit angeschlossenem Parkhaus, an dessen Fassade die Stadt wie verrückt mit ihren Stars im Bahnradsprint wirbt. Was für eine idyllische Auswärtspartie, die trotz der Niederlage komplett locker über die Bühne gebracht
wurde und auch den Schlussakt perfekt meisterte. Nur was die kulinarische Versorgung in Erfurt selbst angeht bin ich nicht wirklich schlau geworden. Parksituation für Pkw – in Ordnung. Rund ums Stadion konnte man seine Schüssel in Ruhe abstellen und sich dann mit Hilfe einiger Ortskundiger zum Stadion durchschlagen.Ich jedenfalls freue mich auf ein weiteres Mal Erfurt mit Union. Nur sollte der sportliche Ertrag diesmal stimmen. Zum Spiel von vor einem Jahr und zwei Monaten hülle ich den Mantel des Schweigens….jedes Wort wäre eines zu viel.
In diesem Sinne: Erfurt, wir kommen!
Informationen zum Steigerwaldstadion:
- Eröffnung am 17 Mai 1931 (unter dem Namen "Daberstädter Schanze")
-Kapazität 19.439 Zuschauer (6.000 Sitzplätze)
-Spieloberflächte Naturrasen umgeben von einer Tatranbahn
-Flutlicht: Ja
- Wurde für Rockkonzerte genutzt, z. B. trat Bon Jovi 1996 im Stadion auf
- Die Frauenfußball Eruopameisterschaft im Jahr 2001 wurde zum Teil in diesem Stadion ausgetragen (3 Spiele)
- Durch die Tatranbahn und den dazu noch extra verlegten Rasen vor den Blöcken ist man in den Kuven hinter den Toren weit vom Spielfeld entfernt.
Montag, 17. November 2008
Konstanz ist Trumpf
Wie wahr dieser Satz in diesen Tagen ist und wie viel Gewicht er hat, das wurde an der Verpflichtung von Shergo Biran über das Jahr 2009 hinaus deutlich. Gleichzeitig ist es aber auch ein Fingerzeig an die weiteren Leistungsträger (unter ihnen Benyamina, Gebhardt, Göhlert, Stuff, Mattuschka, etc.), bei denen jetzt Vertragsverhandlungen anstehen, auf Grund dessen, dass ihre Verträge im Sommer auslaufen. Die Voraussetzungen dafür, dass die meisten Kontrakte verlängert werden, die sind da. Und ich muss ehrlich sagen, dass ich froh bin, dass auf das bewährte Personal gebaut wird. Denn das zahlt sich merklich aus, wie in dieser Saison zu spüren ist. Man hat mit Dogan und Kohlmann nur zwei Spieler neu in die Startelf gebaut – die restlichen neun waren schon in der Vorsaison für Union aktiv. Das Team verdient seinen Namen, die Spieler kennen sich untereinander. Wissen um die Passwege und Vorlieben ihrer Mitspieler. Auch das Klima innerhalb einer Mannschaft muss stimmen, denn auch von der Stimmung hängt maßgeblich der Erfolg des Ensembles ab. Die Fluktuation wurde also gering gehalten und so kann Uwe Neuhaus mit den Spielern arbeiten, die er bestens kennt. Auch der Trainer entzieht sich diesem Thema nicht. Auch er ist ein wichtiger Baustein des Erfolgs, den der 1.FC Union in der letzten – Neuhaus’ Premierensaison – gehabt hat. Seit 2004 hatte der 1.C Union auch auf dem Chefsessel neben dem Platz, mit dem Cheftrainerposten, eine hohe Inkonstante. Die Begann mit Aleksander Ristic (damals viel zu spät geholt), und setzte sich nahtlos mit Frank Wormuth, Werner „Pico“ Voigt, Holger Wortmann, Frank Lieberam, Georgi Wassiliew und Christian Schreier fort. Wobei Letztgenannter wenigstens eine erträgliche Halbwertszeit von ein wenig über einem Jahr hatte. Diese Querelen scheinen der Vergangenheit anzugehören. Man baut auf das Team und glaubt vor allem an deren Entwicklung.
Ausgerechnet spreche ich von Konstanz, da fliegt einem der Name Bönig auf den Tisch. Dieser Spieler steht wohl wie kein anderer für Konstanz und Vereinstreue. Seit Januar 2005 spielt er für Union und durchlebte die Hälfte der Seuchen Saison 2004 / 2005, in der von Konstanz und Nachhaltigkeit zu sprechen wohl großes Gelächter ausgelöst hätte. Also Bönig (zuvor vereinslos) im Winter zu Union stieß arbeitete dort schon der vierte Trainer. Vorausgegangen war eine chaotische Hinrunde, die sich positiv anließ und ab September in einem Desaster endete.
Dieser Bönig, der Union selbst im Sommer 2005 – nach Bedenkzeit – die Treue schwor, dessen Dienste werden nun scheinbar nicht mehr benötigt. Der ehemalige Mannschaftskapitän wurde entmachtet. Erst war die Kapitänsbinde im Sommer 2007 futsch. Sie wechselte (aus meiner Sicht unerklärlich) an den jungen Abwehrspieler D. Schulz. Dann verlor er im Laufe der aktuellen Saison seinen Stammplatz an Younga Mouhani, der vor die Abwehr rückte.
Nun sollte man der Vereinsführung allerdings die nötige Zeit einräumen, die man benötigt, um mit den Wunschsspielern die Kontrakte zu verlängern. Und auch dort denke ich, wird man mit den meisten die Arbeit fortsetzen wollen. Es wird spannend werden im nächsten Jahr, weil mancher sich dieses Jahr wohl nicht schon endgültig festnageln lassen möchte. Das soll nicht heißen, dass Union tabu wäre für diese Spieler, im Gegenteil, aber es wird sich im Frühjahr alles geregelt haben….
Ausgerechnet spreche ich von Konstanz, da fliegt einem der Name Bönig auf den Tisch. Dieser Spieler steht wohl wie kein anderer für Konstanz und Vereinstreue. Seit Januar 2005 spielt er für Union und durchlebte die Hälfte der Seuchen Saison 2004 / 2005, in der von Konstanz und Nachhaltigkeit zu sprechen wohl großes Gelächter ausgelöst hätte. Also Bönig (zuvor vereinslos) im Winter zu Union stieß arbeitete dort schon der vierte Trainer. Vorausgegangen war eine chaotische Hinrunde, die sich positiv anließ und ab September in einem Desaster endete.
Dieser Bönig, der Union selbst im Sommer 2005 – nach Bedenkzeit – die Treue schwor, dessen Dienste werden nun scheinbar nicht mehr benötigt. Der ehemalige Mannschaftskapitän wurde entmachtet. Erst war die Kapitänsbinde im Sommer 2007 futsch. Sie wechselte (aus meiner Sicht unerklärlich) an den jungen Abwehrspieler D. Schulz. Dann verlor er im Laufe der aktuellen Saison seinen Stammplatz an Younga Mouhani, der vor die Abwehr rückte.
Nun sollte man der Vereinsführung allerdings die nötige Zeit einräumen, die man benötigt, um mit den Wunschsspielern die Kontrakte zu verlängern. Und auch dort denke ich, wird man mit den meisten die Arbeit fortsetzen wollen. Es wird spannend werden im nächsten Jahr, weil mancher sich dieses Jahr wohl nicht schon endgültig festnageln lassen möchte. Das soll nicht heißen, dass Union tabu wäre für diese Spieler, im Gegenteil, aber es wird sich im Frühjahr alles geregelt haben….
Samstag, 15. November 2008
Kontraste
In der Morgenpost sagte Uwe Neuhaus, dass nur eine Mannschaft, die einen Rückschlag, wie den bei Unterhaching verkraften könne, auch wirklich eine gute Mannschaft sei. Tja, nun sitze ich hier am Morgen nach dem 2:2-Unentschieden, mit welchem die Unioner am Ende gar nicht so schlecht bedient waren.
Bei nasskaltem Novemberwetter fanden sich 6.000 Zuschauer zum Freitagabendspiel, dem Eröffnungsspiel des 15. Spieltags, der 3 Liga ein. Gäste? Wurden nur so ca. 30 gesichtet. Von Anfang an deutete sich gestern Abend an, dass die Jungs nun eine schwere Last auf ihren Schultern trugen. Muss nichts heißen, aber man neutralisierte sich praktisch in der Anfangsphase. Da war so gar kein Zug und gar keine Idee im Spiel. Ein Versuch von Gebhardt auf Benyamina wurde vom Unparteiischen (der mir wieder gar nichts gesagt hat) abgepfiffen. 15 Minuten vor der Pause gab’s dann die Schlussoffensive, die ihren Titel verdient hatte. Man, das haben die Jungs auf einmal einen Gang höher geschaltet. Von den Gästen war urplötzlich nichts mehr zu sehen. Erst Gebhardt, der sich über rechts gut durchsetzt, dessen Flanke aber zu weit ist und von Bemben mindestens genauso schön wieder in den Strafraum gebracht und wird, und mit Benyamina den Abnehmer findet. Gurski könnte nur deswegen parieren, weil der Ball auf den Mann kam, aber trotzdem, was für ein Reflex auf der Linie. Aber lange hielten die Gäste nicht dagegen, denn nach einer Ecke war Younga da und markierte das 1:0. Hui, das war eine Endphase zum Zunge schnalzen. Es waren nur zwei der Chancen, von denen eine zum Tor führte. Ich könnte hier noch mehr aufzählen, aber leider blieb es bei dem einen Treffer und wenn eine Halbzeit 55 Minuten dauern würde – sie hätten noch das (vielleicht) Vorentscheidende 2:0 erzielt. So aber ging’s mit dem 1:0 in die Kabinen.
Nach der Pause erkannten wir die Unsrigen leider nicht wieder.
Was war nur passierte? Schlafmittelchen im Pausentee? Keine Lust mehr? Oder keine Kraft?
Jedenfalls wart die Union-Mannschaft nicht mehr gesehen. Es spielten nur noch die Gäste. Noch nicht mal reagieren konnten die Schützlinge von Uwe Neuhaus, nein, sie schauten zu, wie die Gäste kombinierten machen und taten. Ich kann mich z. B. an einen klasse Einsatz von Stuff erinnern, mit dem er gerade noch verhindern konnte, dass ein Gegentor fällt. Aber mit jeder Aktion schienen die Gäste sicherer zu werden und kamen dem Kasten von Jan Glinker gemächlich einen Schritt näher. Nach 25 Minuten der zweiten Halbzeit klingelte es dann auch verdienter maßen. Ich bin der Meinung, dass es Pinto, war der den Treffer erzielte, aber angegeben wird es Torschütze Öztürk. Man, wie der sich gegen seine Begleiter durchsetzte. 9 Minuten später dann die Führung und diese nicht unverdient. Die Mannschaft, die mehr investierte lag nun in Front und das ging auch in Ordnung. Zwischendurch hatte sogar Sreto Ristic ne’ Chance, aber die habe ich wohl verpasst – abgelenkt. In unserem Block (auf Höhe der Mittellinie) wären sich zwei Unioner fast an die Gurgel gegangen, nach dem die Gäste den Führungstreffer erzielten. Da einer der beiden sein Bier – vermutlich aus Unmut – über die vor ihm Stehenden verteilte. Und einer neben uns gab zu bedenken, dass „die Jungs zurückkommen werden.“ Zu schön, um wahr zu sein. Aber Nur 3 Minuten später erzielte Stuff das 2:2. Ein Schuss, wie damals im Heimspiel gegen die Hertha Amateure im Dezember 2006. Im Fallen vollendet er. Danach war Sandhausen nur noch gewillt das Unentschieden über die Zeit zu bringen. Es spielte jetzt wieder Union. Konnte sogar so was wie Druck entfachen. Aber die Standards waren in der Schlussoffensive nicht wirkungsvoll genug, um noch mal was zu reißen. Die Zufriedenheit über dieses Ergebnis schien sich bei den Akteuren in Rot und Weiß in Grenzen zu halten, aber wer der Meinung ist gegen Sandhausen das Fußballspielen für eine halbe Stunde komplett auszusetzen, der muss mit solchen Zählern zufrieden sein. So, das soll’s von dem Match gewesen sein. Und in Regensburg: Punkten!
P.S.: Nach dem Spiel waren wir mit Sandhausen-Fans noch in einer Bar kurz ein Bierchen (ich eine Apfelschorle. Man muss ja schließlich noch Autofahren) zischen. War eine sehr angenehme Atmosphäre, bei der der Abend dann auch gegen 22.30 Uhr ausklang. Danke nochmal.
Bei nasskaltem Novemberwetter fanden sich 6.000 Zuschauer zum Freitagabendspiel, dem Eröffnungsspiel des 15. Spieltags, der 3 Liga ein. Gäste? Wurden nur so ca. 30 gesichtet. Von Anfang an deutete sich gestern Abend an, dass die Jungs nun eine schwere Last auf ihren Schultern trugen. Muss nichts heißen, aber man neutralisierte sich praktisch in der Anfangsphase. Da war so gar kein Zug und gar keine Idee im Spiel. Ein Versuch von Gebhardt auf Benyamina wurde vom Unparteiischen (der mir wieder gar nichts gesagt hat) abgepfiffen. 15 Minuten vor der Pause gab’s dann die Schlussoffensive, die ihren Titel verdient hatte. Man, das haben die Jungs auf einmal einen Gang höher geschaltet. Von den Gästen war urplötzlich nichts mehr zu sehen. Erst Gebhardt, der sich über rechts gut durchsetzt, dessen Flanke aber zu weit ist und von Bemben mindestens genauso schön wieder in den Strafraum gebracht und wird, und mit Benyamina den Abnehmer findet. Gurski könnte nur deswegen parieren, weil der Ball auf den Mann kam, aber trotzdem, was für ein Reflex auf der Linie. Aber lange hielten die Gäste nicht dagegen, denn nach einer Ecke war Younga da und markierte das 1:0. Hui, das war eine Endphase zum Zunge schnalzen. Es waren nur zwei der Chancen, von denen eine zum Tor führte. Ich könnte hier noch mehr aufzählen, aber leider blieb es bei dem einen Treffer und wenn eine Halbzeit 55 Minuten dauern würde – sie hätten noch das (vielleicht) Vorentscheidende 2:0 erzielt. So aber ging’s mit dem 1:0 in die Kabinen.
Nach der Pause erkannten wir die Unsrigen leider nicht wieder.
Was war nur passierte? Schlafmittelchen im Pausentee? Keine Lust mehr? Oder keine Kraft?
Jedenfalls wart die Union-Mannschaft nicht mehr gesehen. Es spielten nur noch die Gäste. Noch nicht mal reagieren konnten die Schützlinge von Uwe Neuhaus, nein, sie schauten zu, wie die Gäste kombinierten machen und taten. Ich kann mich z. B. an einen klasse Einsatz von Stuff erinnern, mit dem er gerade noch verhindern konnte, dass ein Gegentor fällt. Aber mit jeder Aktion schienen die Gäste sicherer zu werden und kamen dem Kasten von Jan Glinker gemächlich einen Schritt näher. Nach 25 Minuten der zweiten Halbzeit klingelte es dann auch verdienter maßen. Ich bin der Meinung, dass es Pinto, war der den Treffer erzielte, aber angegeben wird es Torschütze Öztürk. Man, wie der sich gegen seine Begleiter durchsetzte. 9 Minuten später dann die Führung und diese nicht unverdient. Die Mannschaft, die mehr investierte lag nun in Front und das ging auch in Ordnung. Zwischendurch hatte sogar Sreto Ristic ne’ Chance, aber die habe ich wohl verpasst – abgelenkt. In unserem Block (auf Höhe der Mittellinie) wären sich zwei Unioner fast an die Gurgel gegangen, nach dem die Gäste den Führungstreffer erzielten. Da einer der beiden sein Bier – vermutlich aus Unmut – über die vor ihm Stehenden verteilte. Und einer neben uns gab zu bedenken, dass „die Jungs zurückkommen werden.“ Zu schön, um wahr zu sein. Aber Nur 3 Minuten später erzielte Stuff das 2:2. Ein Schuss, wie damals im Heimspiel gegen die Hertha Amateure im Dezember 2006. Im Fallen vollendet er. Danach war Sandhausen nur noch gewillt das Unentschieden über die Zeit zu bringen. Es spielte jetzt wieder Union. Konnte sogar so was wie Druck entfachen. Aber die Standards waren in der Schlussoffensive nicht wirkungsvoll genug, um noch mal was zu reißen. Die Zufriedenheit über dieses Ergebnis schien sich bei den Akteuren in Rot und Weiß in Grenzen zu halten, aber wer der Meinung ist gegen Sandhausen das Fußballspielen für eine halbe Stunde komplett auszusetzen, der muss mit solchen Zählern zufrieden sein. So, das soll’s von dem Match gewesen sein. Und in Regensburg: Punkten!
P.S.: Nach dem Spiel waren wir mit Sandhausen-Fans noch in einer Bar kurz ein Bierchen (ich eine Apfelschorle. Man muss ja schließlich noch Autofahren) zischen. War eine sehr angenehme Atmosphäre, bei der der Abend dann auch gegen 22.30 Uhr ausklang. Danke nochmal.
Sonntag, 9. November 2008
Rückpass – der kompakte Wochenendrückblick
Nach dem der 1.FC Union am Samstag in Unterhaching seine zweite Saisonniederlage hinnehmen musste, nach dem man 12. Spiele in Folge ohne Niederlage blieb, existierte allerdings keine Weltuntergangsstimmung. Coach Neuhaus fand nach dem Spiel in der Pressekonferenz die richtigen Worte und kündigte an bereits gegen Sandhausen wieder eine neue Serie starten zu wollen. Der einzige Wehmutstropfen ist die erneute Sperre eines Spielers, in diesem Fall Christoph Menz, der mit Gelb-Rot noch Sekunden vor der Pause in die Kabine geschickt wurde. Dass diese zweite gelbe Karte eigentlich nur mit Schmunzeln zu ertragen ist und der Referee einen klaren Elfmeter für Union nicht gegeben hat ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass dieses Spiel verdient in den Sand gesetzt wurde. Neuhaus befand nach dem Spiel, dass die Mannschaft praktisch nicht teilgenommen hat, nicht auf dem Platz präsent war. Könnte hinkommen, denn Keeper Glinker konnte / musste sich mehrfach auszeichnen und in höchster Not retten. Kurz und bündig: Man war so ziemlich in allen Belangen unterlegen und ein Punkt wäre mehr als schmeichelhaft gewesen. Und doch gab es zwei Gute Möglichkeiten durch Karim Benyamina. Wollen wir uns nicht lange aufhalten mit dem Sturz auf Rang drei der Tabelle, da auch Paderborn gegen Braunschweig gewann, sondern nach vorne schauen. Genauer gesagt auf Freitag, da erwartet der 1.FC Union den SV Sandhausen und mit ihm einen alten Bekannten, den Stürmer Sreto Ristic, der von Sommer 2002 bis 2004 bei Union unter Vertrag stand.
Doch es gab auch eine andere Serie, die gerissen ist. Die Stuttgarter Kickers, die bis zum 14. Spieltag – dem Aktuellen also – keinen Sieg verbuchen konnten, brachen den Bann ausgerechnet gegen Dynamo Dresden und gewann vor heimischer Kulisse mit 2:1 gegen die Sachsen, die ihrerseits immer mehr an Boden verlieren. 2 Punkte nur trennen sie von einem Abstiegsplatz und auch um den erst im Sommer engagierten Trainer Ruud Kaiser scheint es nun Diskussionen zu geben.
Anderer Orts setzten die Emdener ihre Anzahl von 1:0-Siegen fort. Auch am Samstag stand wieder hinten die 0 und machte vorne irgendeiner das Ding rein, so dass man die eigentlich als heimstark eingeschätzten Erfurter, bezwingen konnte und nun mit 31 Punkten nach 14 Spieltagen von ganz oben thront.
Die Fortuna zeigte sich gut erholt und schlug den Wuppertaler SV zu Hause verdient mit 3:1. Die Partie musste auf Grund von Feuerwerkskörpern, die aus dem Gästeblock aufs Spielfeld flogen unterbrochen, konnte aber wieder aufgenommen und zu ende gespielt werden. Die Düsseldorfer zeigten sich eine Woche nach der Niederlage im Spitzenspiel gegen den 1.FC Union also gut erholt und sind bis auf 2 Punkte an Union herangerückt.
Die Offenbacher Kickers schlagen den SV Sandhausen auswärts mit 2:0 und rücken in der Tabelle immer weiter vor, können mit dem fünften Tabellenrang zu gleich die beste Saisonplatzierung bisher aufweisen.
Soho, alles solala, will sagen, dass man jetzt keine Panik schieben, sondern sich auf Sandhausen freuen sollte, denn da sind dann wieder Mac und Steven gesetzt, so nehme ich an. Und die gute Heimbilanz werden die Jungs bestätigen, da bin ich ganz sicher. Auf dass wir uns die verlorenen Punkte wiederholen! Viel mehr bleibt zu dem Auftritt in Unterhaching, den ich in der Zusammenfassung sah, nicht zu sagen. Irgendwann reißt einfach jede Serie, ob positiv oder negativ.
Doch es gab auch eine andere Serie, die gerissen ist. Die Stuttgarter Kickers, die bis zum 14. Spieltag – dem Aktuellen also – keinen Sieg verbuchen konnten, brachen den Bann ausgerechnet gegen Dynamo Dresden und gewann vor heimischer Kulisse mit 2:1 gegen die Sachsen, die ihrerseits immer mehr an Boden verlieren. 2 Punkte nur trennen sie von einem Abstiegsplatz und auch um den erst im Sommer engagierten Trainer Ruud Kaiser scheint es nun Diskussionen zu geben.
Anderer Orts setzten die Emdener ihre Anzahl von 1:0-Siegen fort. Auch am Samstag stand wieder hinten die 0 und machte vorne irgendeiner das Ding rein, so dass man die eigentlich als heimstark eingeschätzten Erfurter, bezwingen konnte und nun mit 31 Punkten nach 14 Spieltagen von ganz oben thront.
Die Fortuna zeigte sich gut erholt und schlug den Wuppertaler SV zu Hause verdient mit 3:1. Die Partie musste auf Grund von Feuerwerkskörpern, die aus dem Gästeblock aufs Spielfeld flogen unterbrochen, konnte aber wieder aufgenommen und zu ende gespielt werden. Die Düsseldorfer zeigten sich eine Woche nach der Niederlage im Spitzenspiel gegen den 1.FC Union also gut erholt und sind bis auf 2 Punkte an Union herangerückt.
Die Offenbacher Kickers schlagen den SV Sandhausen auswärts mit 2:0 und rücken in der Tabelle immer weiter vor, können mit dem fünften Tabellenrang zu gleich die beste Saisonplatzierung bisher aufweisen.
Soho, alles solala, will sagen, dass man jetzt keine Panik schieben, sondern sich auf Sandhausen freuen sollte, denn da sind dann wieder Mac und Steven gesetzt, so nehme ich an. Und die gute Heimbilanz werden die Jungs bestätigen, da bin ich ganz sicher. Auf dass wir uns die verlorenen Punkte wiederholen! Viel mehr bleibt zu dem Auftritt in Unterhaching, den ich in der Zusammenfassung sah, nicht zu sagen. Irgendwann reißt einfach jede Serie, ob positiv oder negativ.
Donnerstag, 6. November 2008
1.FC Union vs. Fortuna Düsseldorf 1:0 (0:0)
Wenn ich an Düsseldorf denken, dann gleichzeitig an die wohl schwärzeste Saison in der Geschichte unseres geliebten 1.FC Union, an deren Ende der Abstieg in der Oberliga stand. Wieso das so ist – ich habe keine Ahnung. Auf jeden Fall handelt es sich dabei um einen ganz bitteren Abend im April 2005, an dessen Ende eine unglückliche 1:2-Niederlage stand. Innerhalb von 2 Minuten kassierte man zwei Tore. Zu diesem Zeitpunkt war man zwar theoretisch noch nicht abgestiegen, befand sich aber schon in einer aussichtslosen Situation, denn die Vereinsführung hatte da bereits über einen Monat das Ziel ausgegeben „Vorbereitung auf die Oberliga, d. h. mit Anstand die Saison zu Ende bringen“. Es war ein Spiel, welches die Unioner damals doch recht ordentlich führten, wie so oft aber nach Ultimo mit leeren Händen dastanden. Jedenfalls scheint das bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben, denn das 1:0 im Jahr 2007 (Rückrunde 06 / 07) und die 0.1-Niederlage im Juli 2008 finde ich praktisch nicht mehr in meinen Schubladen.
Aber aktuell ist ja alles anders und der 1.FC Union empfing im Spitzespiel der 3. Liga die Fortuna aus Düsseldorf. Zweiter gegen Dritter. Und das ist kein Schreibfehler – nein – die Jungs im Trainer Neuhaus sind derzeit richtig gut drauf und scheinbar nicht zu bremsen. Wie schön sich diese Zeilen schreiben, aber ich will nicht im Schwärmen versinken, sondern gleich zur Sache kommen. Nach dem unglaublichen Spiel gegen die Paderborner war es das zweite Heimspiel innerhalb einer Woche, welches allerdings diesmal von den 9.400 Zuschauern einen würdigen Rahmen verpasst bekam. Auch die 7.500 gegen den SC Paderborn ließen sich sehen, doch gegen die Rheinländer gab es sogar mal einen vollen Gästeblock zu bestaunen. Beste Voraussetzungen also am 13.Spieltag die Serie von Spielen, die man ungeschlagen blieb auf 12. auszubauen.
Und die Unioner hängten sich sogleich mächtig in die Partie.Denn gegen eine der besten Mannschaften der Liga musste man hochkonzentriert zu Werke gehen. Dass es dann so gut klappen sollte, damit rechneten wohl die wenigsten. Auch Christoph Menz, der sein drittes Spiel in Folge in der Startelf absolvierte, und auch heute über die vollen 90 Minuten ging, schlug sich toll. Nach einer halben Stunde erst ließen die Gastgeber etwas locker und auch die Düsseldorfer um ihren Top-Torjäger Lawareé durften mal mitspielen. Über die Chancen, die sich die Jungs herausspielten muss ich nicht groß referieren – sie waren hochkarätig. Die größte vergab Patsche als er aus der Drehung den Ball nicht im leeren Tor unterbringen konnte. Noch vor der Pause dann gab es eine Chance für die Düsseldorf zu notieren, die allerdings mit mehr Glück wohl gesessen hätte. Auch Christoph Menz durfte noch einmal den Atem angehalten haben, als er Jovanovic elfmeterwürdig im Strafraum legte, welcher aber aufgrund des theatralischen Falls vom Angreifer der Gäste nicht ausgesprochen wurde. Es hätte den Spielverlauf auch auf den Kopf gestellt, wären die Rheinländer mit einer Führung in die Kabine gegangen.
So aber wurde die zweite Hälfte mit einem 0:0 eingeläutet und bereits in der 53. Minute machten die Unioner nun aber ihren hoch verdienten Treffer. Daniel Göhlert köpfte Melka an und dieser war so überrascht davon, dass er den Ball ins Tor lies. Nichts desto trotz – verdient. In der Folge gab es dann noch Chancen das Ergebnis ein bisschen deutlicher zu gestalten. Karim Benyamina zum Beispiel scheiterte, als er ähnlich wie gegen Paderborn (beim Siegtreffer) auf die Reise geschickt wurde. Diesmal traf er den Ball aber so gar nicht und dieser flog bestimmt 2 Meter über den Kasten. Einen Kopfball gab’s für die Gäste zu vermerken, aber auch dieser war wieder brandgefährlich. Jovanovic war der Mann, der sich für diesen Kopfball verantwortlich zeichnete. Überhaupt war er der gefährlichste Düsseldorfer. In der 79. Minute sah dann Hergesell (F. Düsseldorf) die Ampelkarte, die Bemben vor 1 Woche an genau derselben Stelle gesehen hatte. Der fällige Freistoß aus ca. 20 Metern (sehr spitzer Winkel) wurde von Gebhardt wieder so genial getreten, dass Melka sein ganzes Können aufbieten musste, um diesen Ball noch über die Latte zu lenken. Die letzten 9 bzw. 13 Minuten gehörten dann aber den Gästen, die noch mal alles nach vorne warfen, was sie hatten. Der Ball lag dann tatsächlich im Netz von Glinker. Nach einem Freistoß. Allerdings wurde dieser Treffer zu Recht aberkannt, wie die Fernsehbilder belegten. Jedenfalls wurde es noch mal eng.
Aber die Jungs schaukelten diesen Sieg am Ende doch nach Hause und bleiben so auch im 12. Spiel hintereinander ohne Niederlage. Beeindruckende Serie. Und weiterhin „zu Hause“ im Jahn-Sportpark komplett ohne totalen Punktverlust. Eine Serie, die es zuletzt in ähnlichem Ausmaß wohl in der Aufstiegssaison 2000/2001 gab. So oder so hat Neuhaus im Moment gut lachen. Und der Nebeneffekt der Personalnot durch die Verletzung von Ruprecht ist, dass mit Christoph Menz ein starker Youngstar in die erste Mannschaft vorgerückt ist und innerhalb einer Woche 270 Minuten durchgespielt hat. Ach, es ist herrlich zu zusehen, wie sich diese Mannschaft entwickelt hat. Wie dieser personelle Umbruch im Sommer 2005 und auch teilweise 2006 endlich Früchte trägt. Und was für welche. Saftig und reif sind sie. Nun lasst uns die Tabelle genießen bevor es dann am Samstag in Unterhaching wieder um Punkte geht. Ihr packt das! EISERN!
Aber aktuell ist ja alles anders und der 1.FC Union empfing im Spitzespiel der 3. Liga die Fortuna aus Düsseldorf. Zweiter gegen Dritter. Und das ist kein Schreibfehler – nein – die Jungs im Trainer Neuhaus sind derzeit richtig gut drauf und scheinbar nicht zu bremsen. Wie schön sich diese Zeilen schreiben, aber ich will nicht im Schwärmen versinken, sondern gleich zur Sache kommen. Nach dem unglaublichen Spiel gegen die Paderborner war es das zweite Heimspiel innerhalb einer Woche, welches allerdings diesmal von den 9.400 Zuschauern einen würdigen Rahmen verpasst bekam. Auch die 7.500 gegen den SC Paderborn ließen sich sehen, doch gegen die Rheinländer gab es sogar mal einen vollen Gästeblock zu bestaunen. Beste Voraussetzungen also am 13.Spieltag die Serie von Spielen, die man ungeschlagen blieb auf 12. auszubauen.
Und die Unioner hängten sich sogleich mächtig in die Partie.Denn gegen eine der besten Mannschaften der Liga musste man hochkonzentriert zu Werke gehen. Dass es dann so gut klappen sollte, damit rechneten wohl die wenigsten. Auch Christoph Menz, der sein drittes Spiel in Folge in der Startelf absolvierte, und auch heute über die vollen 90 Minuten ging, schlug sich toll. Nach einer halben Stunde erst ließen die Gastgeber etwas locker und auch die Düsseldorfer um ihren Top-Torjäger Lawareé durften mal mitspielen. Über die Chancen, die sich die Jungs herausspielten muss ich nicht groß referieren – sie waren hochkarätig. Die größte vergab Patsche als er aus der Drehung den Ball nicht im leeren Tor unterbringen konnte. Noch vor der Pause dann gab es eine Chance für die Düsseldorf zu notieren, die allerdings mit mehr Glück wohl gesessen hätte. Auch Christoph Menz durfte noch einmal den Atem angehalten haben, als er Jovanovic elfmeterwürdig im Strafraum legte, welcher aber aufgrund des theatralischen Falls vom Angreifer der Gäste nicht ausgesprochen wurde. Es hätte den Spielverlauf auch auf den Kopf gestellt, wären die Rheinländer mit einer Führung in die Kabine gegangen.
So aber wurde die zweite Hälfte mit einem 0:0 eingeläutet und bereits in der 53. Minute machten die Unioner nun aber ihren hoch verdienten Treffer. Daniel Göhlert köpfte Melka an und dieser war so überrascht davon, dass er den Ball ins Tor lies. Nichts desto trotz – verdient. In der Folge gab es dann noch Chancen das Ergebnis ein bisschen deutlicher zu gestalten. Karim Benyamina zum Beispiel scheiterte, als er ähnlich wie gegen Paderborn (beim Siegtreffer) auf die Reise geschickt wurde. Diesmal traf er den Ball aber so gar nicht und dieser flog bestimmt 2 Meter über den Kasten. Einen Kopfball gab’s für die Gäste zu vermerken, aber auch dieser war wieder brandgefährlich. Jovanovic war der Mann, der sich für diesen Kopfball verantwortlich zeichnete. Überhaupt war er der gefährlichste Düsseldorfer. In der 79. Minute sah dann Hergesell (F. Düsseldorf) die Ampelkarte, die Bemben vor 1 Woche an genau derselben Stelle gesehen hatte. Der fällige Freistoß aus ca. 20 Metern (sehr spitzer Winkel) wurde von Gebhardt wieder so genial getreten, dass Melka sein ganzes Können aufbieten musste, um diesen Ball noch über die Latte zu lenken. Die letzten 9 bzw. 13 Minuten gehörten dann aber den Gästen, die noch mal alles nach vorne warfen, was sie hatten. Der Ball lag dann tatsächlich im Netz von Glinker. Nach einem Freistoß. Allerdings wurde dieser Treffer zu Recht aberkannt, wie die Fernsehbilder belegten. Jedenfalls wurde es noch mal eng.
Aber die Jungs schaukelten diesen Sieg am Ende doch nach Hause und bleiben so auch im 12. Spiel hintereinander ohne Niederlage. Beeindruckende Serie. Und weiterhin „zu Hause“ im Jahn-Sportpark komplett ohne totalen Punktverlust. Eine Serie, die es zuletzt in ähnlichem Ausmaß wohl in der Aufstiegssaison 2000/2001 gab. So oder so hat Neuhaus im Moment gut lachen. Und der Nebeneffekt der Personalnot durch die Verletzung von Ruprecht ist, dass mit Christoph Menz ein starker Youngstar in die erste Mannschaft vorgerückt ist und innerhalb einer Woche 270 Minuten durchgespielt hat. Ach, es ist herrlich zu zusehen, wie sich diese Mannschaft entwickelt hat. Wie dieser personelle Umbruch im Sommer 2005 und auch teilweise 2006 endlich Früchte trägt. Und was für welche. Saftig und reif sind sie. Nun lasst uns die Tabelle genießen bevor es dann am Samstag in Unterhaching wieder um Punkte geht. Ihr packt das! EISERN!
Dienstag, 4. November 2008
Alles neu macht der November.
Ich lasse es raus, ich gebe es zum: Ja, ich habe das Konzept der alten Page überdacht.Aus meiner Sicht hat das Angebot bzw. die Optik einfach nicht gezogen und das soll anders werden. Ich möchte variabler in der Wahl der Themen sein, das heißt, dass ich mit dem Gedankenspiele eventuell auch Spielerinterviews und Hintergrundinformationen einbauen möchte. Auf jeden Fall habe ich auch das „Drumherum“ versucht ein bisschen aufzupeppen. Ob ein Bericht in Form eines Zeitungsartikels wirklich so zusagt, das wage ich zu bezweifeln und genau aus diesem Grund werde sehen ich von dieser Art und Weise des Berichtens von Spielen des 1.FC Union in Zukunft ab. Viel mehr möchte ich persönlicher und weniger förmliche Texte abfassen sie dann hier zur Verfügung stellen. Ich hoffe, dass es auf diesem Weg positivere Feedbacks gibt.
Micha
Micha
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