Montag, 17. November 2008

Konstanz ist Trumpf

Wie wahr dieser Satz in diesen Tagen ist und wie viel Gewicht er hat, das wurde an der Verpflichtung von Shergo Biran über das Jahr 2009 hinaus deutlich. Gleichzeitig ist es aber auch ein Fingerzeig an die weiteren Leistungsträger (unter ihnen Benyamina, Gebhardt, Göhlert, Stuff, Mattuschka, etc.), bei denen jetzt Vertragsverhandlungen anstehen, auf Grund dessen, dass ihre Verträge im Sommer auslaufen. Die Voraussetzungen dafür, dass die meisten Kontrakte verlängert werden, die sind da. Und ich muss ehrlich sagen, dass ich froh bin, dass auf das bewährte Personal gebaut wird. Denn das zahlt sich merklich aus, wie in dieser Saison zu spüren ist. Man hat mit Dogan und Kohlmann nur zwei Spieler neu in die Startelf gebaut – die restlichen neun waren schon in der Vorsaison für Union aktiv. Das Team verdient seinen Namen, die Spieler kennen sich untereinander. Wissen um die Passwege und Vorlieben ihrer Mitspieler. Auch das Klima innerhalb einer Mannschaft muss stimmen, denn auch von der Stimmung hängt maßgeblich der Erfolg des Ensembles ab. Die Fluktuation wurde also gering gehalten und so kann Uwe Neuhaus mit den Spielern arbeiten, die er bestens kennt. Auch der Trainer entzieht sich diesem Thema nicht. Auch er ist ein wichtiger Baustein des Erfolgs, den der 1.FC Union in der letzten – Neuhaus’ Premierensaison – gehabt hat. Seit 2004 hatte der 1.C Union auch auf dem Chefsessel neben dem Platz, mit dem Cheftrainerposten, eine hohe Inkonstante. Die Begann mit Aleksander Ristic (damals viel zu spät geholt), und setzte sich nahtlos mit Frank Wormuth, Werner „Pico“ Voigt, Holger Wortmann, Frank Lieberam, Georgi Wassiliew und Christian Schreier fort. Wobei Letztgenannter wenigstens eine erträgliche Halbwertszeit von ein wenig über einem Jahr hatte. Diese Querelen scheinen der Vergangenheit anzugehören. Man baut auf das Team und glaubt vor allem an deren Entwicklung.

Ausgerechnet spreche ich von Konstanz, da fliegt einem der Name Bönig auf den Tisch. Dieser Spieler steht wohl wie kein anderer für Konstanz und Vereinstreue. Seit Januar 2005 spielt er für Union und durchlebte die Hälfte der Seuchen Saison 2004 / 2005, in der von Konstanz und Nachhaltigkeit zu sprechen wohl großes Gelächter ausgelöst hätte. Also Bönig (zuvor vereinslos) im Winter zu Union stieß arbeitete dort schon der vierte Trainer. Vorausgegangen war eine chaotische Hinrunde, die sich positiv anließ und ab September in einem Desaster endete.
Dieser Bönig, der Union selbst im Sommer 2005 – nach Bedenkzeit – die Treue schwor, dessen Dienste werden nun scheinbar nicht mehr benötigt. Der ehemalige Mannschaftskapitän wurde entmachtet. Erst war die Kapitänsbinde im Sommer 2007 futsch. Sie wechselte (aus meiner Sicht unerklärlich) an den jungen Abwehrspieler D. Schulz. Dann verlor er im Laufe der aktuellen Saison seinen Stammplatz an Younga Mouhani, der vor die Abwehr rückte.

Nun sollte man der Vereinsführung allerdings die nötige Zeit einräumen, die man benötigt, um mit den Wunschsspielern die Kontrakte zu verlängern. Und auch dort denke ich, wird man mit den meisten die Arbeit fortsetzen wollen. Es wird spannend werden im nächsten Jahr, weil mancher sich dieses Jahr wohl nicht schon endgültig festnageln lassen möchte. Das soll nicht heißen, dass Union tabu wäre für diese Spieler, im Gegenteil, aber es wird sich im Frühjahr alles geregelt haben….

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