SSV Jahn Regensburg vs. 1.FC Union Berlin 0:2 (0:1)
Ich mache es am heutigen Sonntagabend mal ganz kurz.
Ich kenne die Bilder so oder so nur aus dem BR und anhand dessen versuchte ich mir ein Bild des Spiels zu machen. Auch wenn ich am Freitag den Ticker zur Hand hatte. Union ließ zu nächst keinen Zweifel daran aufkommen, dass man nach den Niederlagen gegen Bayern II und Unterhaching endlich auf bayrischen Boden punkten wollte. In der 10. Minute erst konnten die Gastgeber einen Akzent setzten. Die Kuriosität dieser Partie: 3 Elfmeter in der ersten Halbzeit. In der 16. Minute gab es den ersten für Regensburg, wegen Foulspiel im Strafraum von Göhlert (?). Blessin zimmerte den Ball 1 bis 2 Meter über das Tor. Der zweite Elfmeter wurde nach angeblichen Handspiel von Younga Mouhani ausgesprochen. Das war in der 36. Minute. Dazwischen lag der Treffer von Karim Benyamina aus der 28. Minute, der eine Flanke von Bemben direkt abnahm und mit Karacho den Ball im kurzen Eck versenkte. Auch der zweite Elfmeter wurde allerdings vergeben. Diesmal hielt Glinker den von Stoilov getretenen Strafstoß. Doch wer dachte, dass es sich damit hatte, der irrte. Denn in der 41. Minute ertönte wieder der Elfmeterpfiff. Diesmal handelte es sich wohl um ein Handspiel im Jahn-Strafraum. Der sonst super sichere Marco Gebhardt schnappte sich das Leder, doch auch er vermochte nicht zu treffen. So blieb es zur Pause beim 1:0 – knapp und ein wenig glücklich. In der zweiten Hälfte präsentierte sich Union etwas reifer und ließ vor allem keinen Elfmeter mehr zu. Die Chancen wechselten sich zwar ab, aber die gefährlichste hatte vielleicht sogar Union, nach herrlich flüssigem Kurzpassspiel. In der 87. Minute machte Union dann den Sack endgültig zu und tütete durch das 2:0 (wieder rum Karim) die drei Punkte endgültig ein. Nach dem aus den letzten vier Spielen nur ein Sieg heraussprang sicherlich eine psychische Genugtuung endlich auch in Bayern mal gepunktet zu haben und dann auch noch dreifach. Für Karim waren es die Saisontreffer 8 und 9, durch die er nun zusammen mit Frank Lönig (SC Paderborn) die Torjägerliste anführt.
So, und auch ein Spiel, in dem in 41 Minuten drei Elfmeter gepfiffen wird gab es wohl schon mal. Dass allerdings alle drei vergeben wurden – das ist eine Premiere, wenn ich historisch korrekt informiert bin. Der BR baute in seinen Bericht übrigens noch die Zahl von 78 % ein. Denn genau 78 % aller Elfmeter wurden lt. Dem Beitrag verwandelt. Auf welche Spielklassen sich das stützt wurde nicht erwähnt. Wie auch immer, Union erholt sich ein wenig und blickt nun auf den 29. November. Auf das Duell mit Erzgebirge Aue im Jahn-Sportpark. Drei Mal muss der 1.FC Union in diesem Stadion seine Heimspiele noch austragen (gegen Aue, Kickers Emden und FC Bayern II). Noch eine kleine Anekdote am Rande: Wenn Karim in dieser Saison getroffen hat, dann meistens doppelt. Vier Doppelpacks gab’s bis jetzt in dieser Saison, nur in Bremen traf er mit einem Tor.
Uwe Neuhaus stand nach dem Spiel auf der offiziellen PK noch unter dem Einfluss der drei gegebenen Elfmeter und dem Zustand des Geläufs, welcher nicht optimal war. „In den ersten Minuten haben wir drei 100 prozentige Tormöglichkeiten. (…) Wir haben nicht so viele Torchancen zugelassen, aber müssen auch sagen, dass wir in ein paar Situationen ein wenig Glück hatten. (…) Der Sieg geht soweit in Ordnung, da war doch die ein oder andere Chance mehr hatten als Jahn Regensburg.“
So viel dazu….nun die Vorfreude auf Aue. Die Mannschaft liegt gut im Rennen. Jetzt sind es 32 Punkte auf der Habenseite. Drei Spiele bleiben noch in der Hinrunde plus den Rückrundenstart am 20. Dezember gegen die zweite Mannschaft der Bayern im Prenzlauerberg – das dann letzte Heimspiel im Jahn-Sportpark.
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